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Der Blick auf die Verpackung von Katzenfutter kann verwirrend sein. Eine Flut von Begriffen, Zahlen und Prozentangaben erschwert die Orientierung, dabei ist die Zusammensetzung des Futters Entscheidend für die Gesundheit der Katze.
Viele Halter fühlen sich überfordert, Wer die Deklaration von Katzenfutter Prüfen sollen.
Dieser Ratgeber beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Deklaration. Er zeigt auf, welche Angaben wirklich zählen und wie man die Nährwerte und Inhaltsstoffe Korrekt interpretiert, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Eine korrekte Interpretation der Deklaration auf Katzenfutterverpackungen ermöglicht es Tierhaltern, die Qualität und Eignung eines Produkts für die Katze präzise zu beurteilen und somit eine Optimale Nährstoffversorgung Sicherzustellen.
Kurz zusammengefasst
- Die Deklaration listet alle Inhaltsstoffe und Nährwerte Auf, die für die Katzenernährung relevant sind.
- „Offene Deklaration“ bedeutet detaillierte Angaben, während „geschlossene Deklaration“ nur Sammelbegriffe verwendet.
- Fleischanteil und tierische Proteine sind für Katzen essenziell, da sie obligate Karnivoren sind.
- Zusatzstoffe wie Vitamine und Mineralien sind wichtig, aber Unnötige Füllstoffe sollten vermieden werden.
Warum ist die Deklaration von Katzenfutter so wichtig?
Die Deklaration auf Katzenfutterverpackungen dient als Transparenz-Instrument Für Tierhalter.
Ohne diese Angaben wäre es unmöglich, die Qualität der Inhaltsstoffe Zu beurteilen oder potenzielle Allergene zu identifizieren. Eine genaue Kenntnis der Deklaration schützt vor Fehlkäufen und fördert die langfristige Gesundheit des Tieres.
Ein typisches Beispiel: Eine Katze leidet unter Verdauungsproblemen. Ohne eine detaillierte Deklaration könnte der Halter nicht herausfinden, ob bestimmte Getreidesorten oder Unklare Nebenerzeugnisse Die Ursache sind. Das macht die Suche nach der richtigen Futterumstellung unnötig kompliziert.
Welche Arten von Deklarationen gibt es?
Im wesentlichen unterscheidet man zwischen der Offenen und der geschlossenen Deklaration. Die offene Deklaration listet alle Inhaltsstoffe einzeln und mit genauer Prozentangabe auf, was maximale Transparenz schafft.
Die geschlossene Deklaration hingegen verwendet Sammelbegriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“. Diese pauschalen Angaben lassen den genauen Ursprung und die Qualität der Bestandteile oft im Dunkeln.
Für eine bewusste Futterwahl ist die Offene Deklaration Klar vorzuziehen. Nur sie gibt Aufschluss über die tatsächlichen Mengen der einzelnen Komponenten, was für Allergiker-Katzen oder Tiere mit speziellen Diätanforderungen unerlässlich ist.
Rechtliche Rahmenbedingungen für Futterangaben
Die Deklaration von Heimtierfutter unterliegt in der Europäischen Union der Futtermittelverordnung (EG) Nr. 767/2009. Diese Verordnung schreibt vor, welche Informationen auf der Verpackung erscheinen müssen und wie diese darzustellen sind.
Hersteller müssen beispielsweise die analytischen Bestandteile, Zusatzstoffe und die Zusammensetzung nach Gewicht Absteigend auflisten. Diese Regelungen sollen ein Mindestmaß an Transparenz gewährleisten, lassen aber bei der geschlossenen Deklaration noch Spielraum für Interpretationen.
Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von nationalen Behörden überwacht. Dennoch bleibt es in der Verantwortung des Tierhalters, die Angaben kritisch zu prüfen und sich nicht allein auf die Gesetzlichen Mindestanforderungen Zu verlassen.
Kurz gesagt: Eine offene Deklaration bietet maximale Transparenz und ist für informierte Kaufentscheidungen unerlässlich.
Was bedeuten die einzelnen Bestandteile der Deklaration?
Beim Katzenfutter deklaration lesen Stößt man auf verschiedene Kategorien von Inhaltsstoffen, die jeweils eine spezifische Rolle in der Ernährung der Katze spielen. Die korrekte Interpretation dieser Angaben ist der Schlüssel zu einer gesunden Fütterung.
Oftmals werden Begriffe verwendet, die für Laien schwer verständlich sind. Eine detaillierte Analyse der einzelnen Posten hilft, die Qualität des Futters Besser einzuschätzen und versteckte Füllstoffe zu erkennen.
Die Reihenfolge der Zutatenliste ist dabei entscheidend, da die Bestandteile nach dem Gewichtsanteil im Produkt absteigend sortiert sind. Der erste genannte Inhaltsstoff macht also den größten Anteil aus.
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse bilden die Basis einer artgerechten Katzenernährung, da Katzen Obligate Karnivoren sind. Ein hoher Anteil an Muskelfleisch ist dabei von Vorteil, denn es liefert essenzielle Proteine und Aminosäuren wie Taurin.
Bei der Angabe „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne weitere Spezifizierung ist Vorsicht geboten. Diese Formulierung kann minderwertige Bestandteile wie Federn, Hufe oder Schnäbel umfassen, die für die Katze kaum verwertbar sind.
Eine präzise Deklaration nennt die Tierart und die genauen Teile, beispielsweise „25 % Huhn (Muskelfleisch), 10 % Hühnerherzen, 5 % Hühnerleber“. Dies bietet die nötige Sicherheit über die Herkunft und Qualität Der Proteinquellen.
Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse und Zucker
Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse sind für Katzen nur in geringen Mengen sinnvoll, da ihr Verdauungstrakt nicht auf die Verwertung großer Mengen Kohlenhydrate ausgelegt ist. Ein hoher Anteil kann zu Verdauungsproblemen und Allergien Führen.
Zucker, oft in Form von Glukose, Fruktose oder Melasse deklariert, hat in Katzenfutter ebenfalls nichts zu suchen. Er dient lediglich als Geschmacksverstärker Oder Bindemittel und kann Übergewicht sowie Zahnprobleme fördern.
Dabei gilt:, dass Getreide und Zucker möglichst weit hinten in der Zutatenliste stehen oder idealerweise gar nicht vorhanden sind, besonders Wer ein Getreidefreies Katzenfutter Suchen. Eine hohe Konzentration dieser Stoffe deutet auf ein minderwertiges Produkt hin.
Praxis-Tipp
Ein hoher Fleischanteil, idealerweise über 70 %, ist ein starkes Qualitätsmerkmal. Eine Prüfung empfiehlt sich, ob das Muskelfleisch an erster Stelle der Zutatenliste steht.
Fette und Öle: Energiequellen für Katzen
Fette und Öle sind wichtige Energielieferanten und Träger fettlöslicher Vitamine. Ungenannte Fette Wie „tierische Fette“ sind weniger transparent.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind für die Haut-, Fell- und Gelenkgesundheit der Katze essenziell. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser Fettsäuren trägt maßgeblich zum Wohlbefinden bei und kann Entzündungsprozesse reduzieren.
Hochwertige Fette sind ein Indikator für gutes Futter. Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Für die optimale Ernährung einer Katze ist das genaue Verständnis der Inhaltsstoffe beim katzenfutter deklaration lesen entscheidend.
Welche Zusatzstoffe sind im Katzenfutter enthalten?
Zusatzstoffe im Katzenfutter sind Substanzen, die dem Futter zugesetzt werden, um Nährwerte zu ergänzen, die Haltbarkeit zu verlängern oder die Akzeptanz zu verbessern.
Einige Zusatzstoffe sind für die Gesundheit der Katze unerlässlich, andere hingegen sind überflüssig oder sogar potenziell schädlich. Eine kritische Betrachtung dieser Liste ist daher ratsam.
Die Europäische Union unterscheidet zwischen ernährungsphysiologischen, technologischen und sensorischen Zusatzstoffen. Jede Kategorie hat eine spezifische Funktion im Endprodukt.
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe
Diese Zusätze sind Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die die Katze für die Gesundheit benötigt. Taurin ist hierbei besonders wichtig, da Katzen es nicht ausreichend selbst produzieren können und ein Mangel zu schwerwiegenden Herz- und Augenproblemen führt.
Auch Vitamine wie Vitamin A, D und E Sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Magnesium müssen in ausreichender Menge vorhanden sein. Die genauen Bedarfe variieren je nach alter, Aktivität und Gesundheitszustand der Katze.
Eine genaue Angabe der Mengen dieser Zusatzstoffe ist ein Zeichen für ein ausgewogenes Futter. Fehlen diese Angaben oder sind sie zu gering, kann dies auf eine Mangelhafte Nährstoffversorgung Hindeuten.
Technologische und sensorische Zusatzstoffe
Technologische Zusatzstoffe dienen der Verbesserung der Futterkonsistenz, der Haltbarkeit oder der Verdaulichkeit. Dazu gehören beispielsweise Antioxidantien, die das Ranzigwerden von Fetten verhindern, oder Emulgatoren.
Sensorische Zusatzstoffe sollen das Futter für die Katze attraktiver machen, etwa durch Farb- oder Geschmacksstoffe. Diese sind oft unnötig und können bei empfindlichen Katzen Unverträglichkeiten auslösen.
Besonders kritisch sind künstliche Farb- und Konservierungsstoffe zu betrachten. Natürliche Alternativen wie Rosmarinextrakt als Antioxidans sind vorzuziehen. Ein Blick auf die Zusatzstoffe im Katzenfutter hilft, problematische Inhaltsstoffe zu vermeiden.
Wichtig zu wissen
Einige Zusatzstoffe, wie bestimmte künstliche Konservierungsmittel oder Farbstoffe, können bei sensiblen Katzen allergische Reaktionen hervorrufen. Natürliche Alternativen sind immer vorzuziehen.
Die analytischen Bestandteile: Was über das Futter verraten
Die analytischen Bestandteile liefern Informationen über die Nährwerte des Futters In Prozentangaben. Diese Werte sind standardisiert und ermöglichen einen direkten Vergleich verschiedener Produkte.
Ein hohes Maß an Rohprotein ist für Katzen von großer Bedeutung, da sie als Fleischfresser einen erhöhten Bedarf haben. Rohfett liefert die nötige Energie, während Rohfaser die Verdauung unterstützt.
Die Angabe der analytischen Bestandteile ist gesetzlich vorgeschrieben und bietet eine wichtige Orientierungshilfe, um die Makronährstoffverteilung Des Futters zu beurteilen.
Rohprotein, Rohfett und Rohfaser
Rohprotein Gibt den Gesamtproteingehalt an. Für eine ausgewachsene Katze sollte dieser Wert idealerweise über 30 % liegen. Ein hoher Proteingehalt aus tierischen Quellen ist für den Muskelaufbau und viele Stoffwechselfunktionen unerlässlich.
Rohfett ist ein entscheidender Energielieferant. Ein Gehalt von 10-20 % ist für die meisten Katzen angemessen. Bei sehr aktiven Tieren oder in speziellen Lebensphasen kann der Bedarf abweichen.
Rohfaser, auch Ballaststoffe genannt, fördert die Darmtätigkeit und kann bei der Vorbeugung von Haarballen helfen. Ein Wert zwischen 1-3 % ist meist ausreichend, zu viel kann die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.
Rohasche und Feuchtigkeit
Rohasche Bezeichnet den Anteil an Mineralstoffen im Futter, der nach dem Verbrennen der organischen Bestandteile übrig bleibt. Ein Wert unter 10 % ist wünschenswert, da ein zu hoher Aschegehalt die Nieren belasten kann.
Die Feuchtigkeit ist besonders bei Nassfutter relevant. Ein hoher Feuchtigkeitsgehalt, oft über 70 %, trägt zur Flüssigkeitsversorgung der Katze bei, was für die Nierengesundheit von großer Bedeutung ist.
Bei Trockenfutter liegt der Feuchtigkeitsgehalt deutlich niedriger, meist unter 10 %. Hier ist es wichtig, dass die Katze ausreichend Wasser trinkt, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
Kurz gesagt: Analytische Bestandteile geben Aufschluss über Protein-, Fett- und Fasergehalt, die für die Katzengesundheit entscheidend sind.
Häufige Irrtümer beim Interpretieren der Deklaration
Viele Katzenhalter machen beim Katzenfutter deklaration lesen typische Fehler, die zu einer falschen Einschätzung der Futterqualität führen können. Ein verbreiteter Irrtum ist beispielsweise, dass ein hoher Proteingehalt immer gut ist, unabhängig von der Herkunft des Proteins.
Es ist entscheidend, nicht nur auf die absoluten Zahlen zu achten, sondern auch die Qualität der einzelnen Komponenten Zu hinterfragen. Eine kritische Distanz zu Marketingaussagen auf der Vorderseite der Verpackung ist dabei unerlässlich.
Ein weiteres Missverständnis betrifft die Rolle von pflanzlichen Bestandteilen. Obwohl Katzen Fleischfresser sind, können geringe Mengen an Gemüse oder Obst durchaus sinnvoll sein, Wer richtig deklariert und in Maßen eingesetzt werden.
Der Mythos vom „Premiumfutter“
Der Begriff „Premiumfutter“ ist rechtlich nicht geschützt und sagt nichts über die tatsächliche Qualität der Inhaltsstoffe aus. Hersteller nutzen solche Bezeichnungen oft, um einen Höheren Preis zu rechtfertigen, ohne dass die Zusammensetzung dies immer widerspiegelt.
Ein Futter, das als „Premium“ beworben wird, kann dennoch einen hohen Anteil an Getreide oder minderwertigen Nebenerzeugnissen enthalten. Entscheidend ist immer die detaillierte Zutatenliste Und nicht das Marketingetikett.
Ein Futter mit einer transparenten, offenen Deklaration ist einem „Premiumfutter“ mit unklaren Angaben oft vorzuziehen.
Mythos vs. Fakt
Mythos
Ein hoher Rohproteinanteil garantiert immer hochwertige Proteine.
Fakt
Die Quelle des Proteins ist entscheidend; Muskelfleisch ist hochwertiger als tierische Nebenerzeugnisse.
Der Irrtum der „natürlichen“ Inhaltsstoffe
Der Begriff „natürlich“ wird oft missverstanden. Auch wenn ein Inhaltsstoff natürlichen Ursprungs ist, bedeutet das nicht automatisch, dass er für die Katze gesund oder artgerecht ist. Beispiele hierfür sind Billige Füllstoffe Wie Mais oder Weizen.
Ein Futterhersteller kann mit „natürlichen Zutaten“ werben, obwohl es sich um minderwertige Getreideprodukte handelt, die in der Natur nicht zur Hauptnahrung einer Katze gehören. Die Qualität und Verwertbarkeit sind hier entscheidend.
Wichtig: die genaue Bezeichnung der Inhaltsstoffe. „natürliche Aromen“ können beispielsweise auch chemisch hergestellt sein. Eine offene und präzise Deklaration ist hier der beste Schutz vor irreführenden Angaben.
Kostenüberblick
Futter mit offener Deklaration:
Ca. 3 – 8 € pro kg
Futter mit geschlossener Deklaration:
Ca. 1 – 5 € pro kg
Stand: 2026, Angaben ohne Gewähr
Praktische Tipps für die Futterauswahl
Die Auswahl des richtigen Katzenfutters erfordert eine Kombination aus Wissen über die Deklaration und der Beobachtung der eigenen Katze. Ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Produkte lohnt sich immer.
Der Anfang: mit einer Liste der Bedürfnisse Ihrer Katze. Ist sie ein Senior, ein Kitten oder hat sie spezielle gesundheitliche Anforderungen? Diese Faktoren beeinflussen die Ideale Zusammensetzung des Futters.
Ein schrittweises Vorgehen beim Futterwechsel minimiert das Risiko von Verdauungsproblemen.
Schritt 1: Die Zutatenliste genau prüfen
Diese machen den Großteil des Futters aus. Hier sollten Hochwertige Proteinquellen Wie Muskelfleisch oder Fisch an erster Stelle stehen.
Wichtig: die Spezifizierung der Tierart. „Geflügel“ ist weniger aussagekräftig als „Huhn“ oder „Ente“. Eine präzise Angabe ermöglicht eine bessere Einschätzung der Qualität der Proteine.
Besser vermeiden: Produkte, bei denen Getreide oder pflanzliche Nebenerzeugnisse an erster oder zweiter Stelle stehen. Dies deutet auf einen hohen Füllstoffanteil hin, der für Katzen ungeeignet ist.
Checkliste
Schritt 2: Analytische Bestandteile bewerten
Ein Vergleich die angegebenen Werte für Rohprotein, Rohfett und Rohasche. Ein guter Richtwert für Rohprotein liegt bei über 30 %, für Rohfett zwischen 10-20 % und für Rohasche unter 10 %.
Zu beachten: das Kalzium-Phosphor-Verhältnis, das idealerweise zwischen 1:1 und 1,2:1 liegen sollte. Ein Ungleichgewicht kann langfristig zu Knochen- oder Nierenproblemen führen.
Für Katzen mit speziellen Bedürfnissen, etwa Nierenproblemen, sind angepasste Werte erforderlich. Hier ist oft ein reduzierter Phosphor- und Proteingehalt ratsam.
Schritt 3: Zusatzstoffe kritisch prüfen
Auf der Suche nach nach essenziellen Zusatzstoffen wie Taurin, das in ausreichender Menge vorhanden sein muss. Ein Mangel an Taurin kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.
Besser vermeiden: Futter mit künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen. Diese sind für die Katze unnötig und können Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen.
Diese schützen das Futter auf schonende Weise vor dem Verderb.
Wusstest du?
Katzen benötigen etwa 20 verschiedene Aminosäuren, von denen 11 essenziell sind und über die Nahrung aufgenommen werden müssen.
Häufige Fragen
Welche Arten von Deklarationen gibt es?
Im wesentlichen unterscheidet zwischen der offenen und der geschlossenen Deklaration. Die offene Deklaration listet alle Inhaltsstoffe einzeln und mit genauer Prozentangabe auf, was maximale Transparenz schafft.
Was bedeutet „tierische Nebenerzeugnisse“ genau?
„Tierische Nebenerzeugnisse“ ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Teile von Schlachttieren umfassen kann, die nicht direkt als Muskelfleisch gelten. Dazu gehören Organe wie Leber und Herz, aber auch weniger hochwertige Bestandteile wie Knochen, Knorpel, Federn oder Hufe. Eine präzise Angabe der Herkunft und Art der Nebenerzeugnisse ist für die Qualitätsbeurteilung entscheidend.
Welcher Fleischanteil ist für Katzenfutter ideal?
Für Katzen ist ein Fleischanteil von mindestens 70 % ideal, da sie obligate Karnivoren sind und die Nährstoffe hauptsächlich aus tierischen Quellen beziehen. Dieser Anteil sollte vorwiegend aus Muskelfleisch bestehen, ergänzt durch hochwertige Innereien. Ein hoher Fleischanteil sichert die Versorgung mit essenziellen Aminosäuren und Taurin.
Warum ist Taurin für Katzen so wichtig?
Taurin ist eine essenzielle Aminosäure für Katzen, die sie nicht in ausreichender Menge selbst produzieren können. Ein Mangel an Taurin führt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Herzmuskelerkrankungen (DCM) und Netzhautdegeneration, die bis zur Erblindung führen kann. Daher muss Taurin zwingend über das Futter zugeführt werden.
Sind pflanzliche Bestandteile im Katzenfutter schädlich?
Pflanzliche Bestandteile sind in geringen Mengen nicht grundsätzlich schädlich, können aber in großen Mengen problematisch sein, da der Verdauungstrakt der Katze nicht auf deren Verwertung ausgelegt ist. Ein hoher Anteil an Getreide oder pflanzlichen Nebenerzeugnissen kann zu Verdauungsstörungen, Allergien und Übergewicht führen. Hochwertiges Katzenfutter minimiert diese Anteile.
Wie erkenne ich Zucker in der Deklaration?
Zucker kann in der Deklaration unter verschiedenen Bezeichnungen auftauchen, beispielsweise als Glukose, Fruktose, Dextrose, Melasse, Karamell oder Rübenmelasseschnitzel. Alle diese Begriffe weisen auf zugesetzten Zucker hin, der in Katzenfutter vermieden werden sollte. Wichtig: die Reihenfolge der Zutatenliste, um den Anteil zu erkennen.
Was sagt die Angabe „Rohasche“ aus?
Die Angabe „Rohasche“ auf der Deklaration bezeichnet den Anteil an anorganischen Mineralstoffen, die nach dem Verbrennen der organischen Bestandteile des Futters übrig bleiben. Ein Wert unter 10 % ist wünschenswert, da ein zu hoher Aschegehalt auf einen hohen Anteil an Knochen oder minderwertigen Füllstoffen hindeuten und die Nieren belasten kann.
Gibt es einen Unterschied zwischen „offener“ und „geschlossener“ Deklaration?
Ja, es gibt einen deutlichen Unterschied. Eine offene Deklaration listet alle Inhaltsstoffe einzeln mit genauen Prozentangaben auf, was maximale Transparenz bietet. Eine geschlossene Deklaration verwendet hingegen Sammelbegriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne weitere Spezifizierung, was die Beurteilung der Qualität erschwert.
Warum ist die Reihenfolge der Zutaten in der Deklaration wichtig?
Die Reihenfolge der Zutaten in der Deklaration ist entscheidend, da die Inhaltsstoffe nach dem Gewichtsanteil absteigend gelistet werden. Das bedeutet, die Zutat, die an erster Stelle steht, ist im Futter am meisten enthalten. Für Katzen, die Fleischfresser sind, sollte daher Fleisch oder eine tierische Proteinquelle an erster Stelle stehen.
Was bedeuten Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“?
„Tierische Nebenerzeugnisse“ können eine Vielzahl von Bestandteilen umfassen, von hochwertigen Innereien bis hin zu weniger verwertbaren Teilen wie Federn oder Hörnern. „Pflanzliche Nebenerzeugnisse“ können Getreideabfälle, Schalen oder andere pflanzliche Reste sein. Eine genaue Spezifizierung ist hier wünschenswert, um die Qualität beurteilen zu können.
Sind Zusatzstoffe im Katzenfutter immer schlecht?
Nicht alle Zusatzstoffe sind schlecht. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind oft notwendige Ergänzungen, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Kritisch zu betrachten sind jedoch künstliche Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe, die oft keinen ernährungsphysiologischen nutzen haben und potenziell Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können.
Wie erkenne ich, ob ein Futter getreidefrei ist?
Um festzustellen, ob ein Futter getreidefrei ist, muss die Zutatenliste genau geprüft werden. Es dürfen keine Getreidesorten wie Weizen, Mais, Reis, Gerste oder Hafer aufgeführt sein. Auch Begriffe wie „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ können Getreide enthalten, wenn sie nicht näher spezifiziert sind. Eine explizite Kennzeichnung als „getreidefrei“ auf der Verpackung ist ein guter Hinweis, sollte aber immer durch die Prüfung der Zutatenliste bestätigt werden.
Abschließende Gedanken zur optimalen Futterwahl
Die Fähigkeit, die Deklaration von Katzenfutter zu interpretieren, ist eine Schlüsselkompetenz für jeden Katzenhalter.
Es erfordert anfangs etwas Übung, die verschiedenen Angaben richtig einzuordnen. Doch mit der Zeit wird der Blick für hochwertige Inhaltsstoffe und problematische Zusätze geschärft.
Eine gute Ernährung beugt vielen Krankheiten vor und sorgt für ein langes, vitales Katzenleben.